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Gesundheit und Sicherheit

Wie groß wird mein Kind werden?

Die Größe der Eltern, Ernährung und Gesundheit … all das spielt eine Rolle

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Selbst wenn es noch nicht geboren ist, fragen sich viele Eltern, wie ihr Baby wohl einmal aussehen wird. Wird es blaue oder braune Augen haben? Glatte Haare oder Locken? Und wie groß wird es sein, wenn es erwachsen ist? Ärzte sagen Folgendes dazu:
 
Eine Menge liegt in den Genen. Es gibt keine Möglichkeit, genau vorauszusagen, wie groß Ihr Kind als Erwachsener sein wird. Die Gene spielen allerdings eine große Rolle. „So wie Chihuahuas kleine Welpen haben und Dänische Doggen große, so trifft das normalerweise auch auf Menschen zu“, sagt Alan Rogol, Ph.D., M.D., emerierter Professer für Kinderheilkunde an der University of Virginia, Experte für Wachstum und die Geschlechtsreife von Jugendlichen und ehemaliger Vize-Präsident der Endocrine Society. „Bei großen Eltern ist es wahrscheinlich, dass sie Kinder haben, die auch überdurchschnittlich groß sind, während kleine Eltern wahrscheinlich Kinder haben, die nicht so groß wie der Durchschnitt sind.“ Neben der Genetik spielen auch weitere Faktoren eine Rolle dabei, wie groß Ihr Kind wird. Dazu zählen Ernährung, die allgemeine Gesundheit, Hormone und das Einsetzen der Pubertät. (Wenn Kinder drei bis vier Jahre früher als der Durchschnitt in die Pubertät kommen, kann dies dazu führen, dass sie nicht so groß werden.)

Wagen Sie eine Schätzung. Es gibt zwei Formeln, nach denen Ärzte eine grobe Einschätzung vornehmen: Die erste ist die geschätzte Größe auf Basis der Größe beider Elternteile. Um diese zu ermitteln, addieren Sie erst die Größe des Vaters und die Größe der Mutter, zählen Sie dann 13 cm hinzu, wenn Sie einen Jungen haben oder ziehen Sie 13 cm ab, wenn Sie ein Mädchen haben. Teilen Sie dann das Ergebnis durch zwei, um die voraussichtliche Größe zu ermitteln. Die zweite Berechnungsmöglichkeit besteht darin, auf dem Wachstumsdiagramm zu sehen, wo sich Ihr Kleinkind im Alter von zwei Jahren befindet. Das zeigt an, wie groß es als Erwachsener sein könnte, wenn keine ernsten Krankheiten auftreten oder wachstumshemmende Mittel genommen werden. Wenn es sich im Alter von zwei Jahren im 50. Perzentil befindet, wird es auch als Erwachsener im 50. Perzentil sein.

Es gibt hier jedoch eine wichtige Einschränkung: Bei beiden Formeln liegt der Abweichungsspielraum bei bis zu 10 cm in jede Richtung. Obwohl 95 Prozent aller Kinder in diesem vorhergesagten Spielraum landen, ist das immerhin eine Ungewissheit von 20 cm! Falls Sie also davon ausgehen, dass Ihr Sohn nach dieser Formel 1,80 m wird, kann er aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen 1,70 m und 1,90 m groß werden. Diese enorme Spannbreite ist wirklich nicht sehr aussagekräftig, meint Dr. Rogol.
 
Behalten Sie die das Wachstumsdiagramm im Auge. Experten sind sich einig, dass für Eltern kein Grund zur Sorge besteht, wenn ein Kind nicht ungewöhnlich klein ist, seiner eigenen Wachstumskurve folgt und ansonsten gesund ist. „Besondere Vorsicht ist nur geboten, wenn ein Kind unter das 3. Perzentil auf dem Wachstumsdiagramm rutscht oder nicht oder kaum noch weiterwächst. Das zeigt sich durch das Abrutschen unter entscheidende Prozentlinien auf dem Wachstumsdiagramm“, sagt Dr. Rogol. „Falls es ein paar Jahre lang bei 40 Prozent lag und dann auf 10 Prozent abgefallen ist, dann ist das besorgniserregend.“ Ein starker Anstieg bei der Größe eines Kindes kann ebenfalls ein Grund zur Sorge sein, da es ein Anzeichen für das vorzeitige Einsetzen der Pubertät sein könnte. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, falls Sie sich Sorgen machen. Er kann das Wachstum Ihres Kindes überprüfen und es gegebenenfalls zu einem Spezialisten überweisen.

Ideen und Ratschläge für Eltern sind unverbindliche Vorschläge. Wir empfehlen Ihnen auch, Ihren Kinderarzt aufzusuchen.