In einer Industrie, in der gesetzlich vorgegebene und freiwillig zu beachtende Sicherheitsstandards eine große Rolle spielen, gibt Mattel mit zusätzlichen Maßnahmen das Tempo vor, um die Gesundheit und Sicherheit von Kindern beim Spielen mit Spielzeug zu gewährleisten. Unsere Anstrengungen werden von dem alles umfassenden Ziel bestimmt zu garantieren, dass unser Spielzeug sicher ist und Freude am Spielen bereitet. Tagtäglich arbeitet die Qualitäts- und Sicherheitsgruppe (CPI) auf dieses Ziel hin: Sie setzt die Standards für die weltweit produzierten Produkte des Unternehmens und überwacht deren Einhaltung.
Jedes Produkt von Mattel durchläuft rigorose Tests und wird ständig von den Ingenieuren der Qualitäts- und Sicherheitsgruppe überwacht. Von den Konzeptionsphasen bis hin zur endgültigen Produktion wird sichergestellt, dass alle Spielzeugartikel den Mattel eigenen Sicherheitsstandards sowie den international gültigen und landesspezifischen Vorschriften entsprechen.
Mattel erweitert kontinuierlich seine eigenen Sicherheitsrichtlinien, die aus einer Kombination von in den USA und international gültigen Gesetzen und freiwillig nachzukommenden Auflagen bestehen. Andere Faktoren, die Mattels Richtlinien beeinflussen, sind zum Beispiel: Newsletter verschiedener Organisationen; Meldungen von Endverbrauchern; als sicher dokumentierte Produktfunktionen, auf die für die Herstellung anderer Produkte zurückgegriffen werden kann; zuverlässige Beurteilungen durch die Ingenieure; konnotative Sicherheit. Diese beinhaltet neben den üblichen Sicherheitshinweisen in der Anleitung oder auf der Verpackung auch die grafischen Abbildungen des Produktes auf Verpackungen oder in Werbespots. Dem Verbraucher wird hierbei der sichere Umgang mit dem Produkt demonstriert. Beispielsweise trägt auf der Verpackung oder in den Werbespots für In-Line Skates das Kind immer eine Schutzausrüstung, so dass der Verbraucher neben der Produktinformation auch gleichzeitig wichtige Sicherheitshinweise aufnimmt.Der Corporate Product Integrity (CPI) Prozess
Wenn ein Besucher an einem gewöhnlichen Arbeitstag den Bereich der Qualitäts- und Sicherheitsabteilung bei Mattel betritt, wird er sich unter Umständen über das merkwürdige Verhalten einiger Mitarbeiter wundern. Manche von ihnen zerschneiden bestimmte Materialteile, andere setzen Puppen in Brand oder lassen Spielzeuge aus großen Höhen auf den harten Betonfußboden herunterkrachen; wiederum andere versuchen, sich selbst mit den Kanten von Kunststoffteilen in die Arme oder das Gesicht zu stechen. Nein, dieses Verhalten ist nicht unbedingt die Folge von zu hohem Stress - diese Mitarbeiter prüfen, ob das von uns produzierte Spielzeug sicher ist.
CPI setzt die Standards und erstellt für jedes Produkt ein individuelles Datenblatt zu Produktqualität und Produktsicherheit. CPI ist deshalb in jeden einzelnen Schritt des Lebenszyklus' eines Produktes und in die vielen Entscheidungsphasen involviert, die die Sicherheit oder die Qualität betreffen. Daher steht CPI in ständiger Kommunikation mit anderen Bereichen innerhalb des Unternehmens. Im Entwicklungs- und Produktionsprozess eines Spielzeugs gibt es fünf Phasen, die ineinander greifen und sich oftmals überlappen, wenn Produktideen überarbeitet werden, um sie allen notwendigen Standards anzupassen.
Phase 1: Überprüfung des Prozesses
CPI gibt die Anleitung für den Einbau von Qualitäts- und Sicherheitsfunktionen in die Endprodukte. Zusätzlich zu den weltweit gültigen Richtlinien nutzt CPI dazu eine Datenbank, in der Rückmeldungen von Endverbrauchern laufend dokumentiert werden, um möglicherweise auftretende Probleme von vornherein auszuschließen.
Einige Produkte werden daraufhin komplett verändert, andere sogar "auf Eis gelegt", bevor sie in die Herstellung gehen.
Während all dieser Phasen trifft sich die CPI-Gruppe mit Mitarbeitern der anderen Mattel-Abteilungen. Dies sind unter anderem das Marketing, die Textil- und Entwicklungsingenieure, die Designer und Planer, die Verpackungs- und Finanzabteilung sowie die Vertreter potenzieller Produktionsanlagen.
Phase 2: Entwicklung
Während ein Produkt entwickelt wird, arbeitet das gesamte Team der CPI-Gruppe daran, jegliche Sicherheitsstandards zu erfüllen. In Ergänzung zu den technischen Tests führt die Abteilung in Zusammenarbeit mit dem Spielzeug-Forschungslabor Studien durch, in denen sich Kinder mit dem Spielzeug beschäftigen. Damit wird gewährleistet, dass die Kinder einer bestimmten Altersstufe ein Produkt auch tatsächlich wie vorgesehen handhaben können.
Anhand der vorliegenden Ergebnisse schreibt CPI formelle "konsumentenorientierte" Produktspezifikationen. Dies sind Produktbeschreibungen, die die Anforderungen an die Funktionsweise eines Spielzeugs aus der Sicht des Verbrauchers schildern.
Phase 3: Überwachung der Produktion
Die Testlabors in den Mattel-Produktionsstätten benutzen die erarbeiteten Spezifikationen, um das geplante Produkt für die Produktion zu qualifizieren. Hat sich ein Produkt qualifiziert, wird die Freigabe für die Herstellung erteilt
Phase 4: Stichproben
Den Mattel-Zentrallagern werden regelmäßig Stichproben entnommen, um sich der Einhaltung aller Richtlinien zu vergewissern. Sollte tatsächlich eine Abweichung von den vorgegebenen Normen eintreten, verhängt CPI eine Art Quarantäne für das Produkt und stoppt die Produktion und die Auslieferung. Erst nach der Beseitigung des Problems in Zusammenarbeit mit den Produktionsstätten kann der Prozess fortgesetzt werden. Parallel zur Entnahme von Stichproben kooperiert CPI im Rahmen von Produkttests mit der Marketing-Forschungsgruppe. Im Zuge des Spielzeug-Forschungslabor-Programms von Mattel werden die Prototypen an die Kinder der Angestellten zum Ausprobieren und Bewerten gegeben und die Rückmeldungen gesammelt und ausgewertet.
Phase 5: Das Produkt kommt auf den Markt
Hat ein Produkt alle Tests in den staatlich geprüften und anerkannten Mattel-Labors bestanden, kann es auf den Markt gebracht werden. CPI wird dann in die Überwachung der Kundenzufriedenheit mit einbezogen. Jeder kleinste Hinweis und Verbesserungsvorschlag bezüglich eines Produktes wird von den weltweiten Mattel-Filialen an CPI weitergeleitet, dokumentiert und in Produktrevisionen und Neuentwicklungen berücksichtigt.
Die Qualitäts- und Sicherheitsabteilung hat damit einen großen Anteil am gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess. Dies ist notwendig, um die hohen Ansprüche des Unternehmens und unserer Kunden zu erfüllen.